Holzklasse

Holzklasse

Er war aus Holz. Und er war klasse. Schwarz, Esche gebeizt. Unser Esstisch mit den dazugehörigen 4 Stühlen. Er stand in unserer Wohnung am Osterdeich im Wohnzimmer, Blick auf die Weser.

Bild 5Das war‘s dann wohl. Ich brauchte einen Schreibtisch, konnte mir aber noch keinen leisten. Im Klartext: Esstisch mutierte zum Schreibtisch. Weg vom Fenster, vor‘s Regal, Schreibtischunterlage drauf, ein Holzstuhl davor, als „Besucherstuhl“, einer dahinter, der erste „Chefsessel“ – alles Holz-Klasse. Nix mit Armlehnen, Rollen oder so. Ergonomisch geht anders. Aber: die ersten Aufträge wurden eingefahren und ich war sowas von motiviert als frischgebackene Unternehmerin, dass ich mir wie in der Luxus-Klasse vorkam.

Nach einer Weile bekam ich den ersten Bürostuhl auf Rollen, gebraucht und ausrangiert von einem netten Menschen. Nach noch einer Weile und noch ein paar eingefahrenen Aufträgen kam dann ein richtiger Schreibtisch, einer aus Glas. Dazu gesellte sich irgendwann ein richtiger, ein nagelneuer „Chefsessel“ – Rollen, Armlehnen, schwarzes Leder! Geht mehr? Nee, und deshalb sitze ich auch heute noch, nach 15 Jahren, mit großer Liebe auf diesem schwarzen Chefsessel vor dem gläsernen Schreibtisch. Seit 2003 nicht mehr im Wohnzimmer am Osterdeich, sondern in einem eigenen, richtigen Büro in Stuhr/Varrel, dem O-Büro.

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Rollen, Armlehnen, Schreibtisch? Ist Ergonomie denn echt so wichtig? Was ist eigentlich Ergonomie? Ergonomie ist „die gesundheitsförderliche Anpassung von (Büro-)Möbeln an den menschlichen Körper“. So soll es sein, und nicht umgekehrt. Rücken- und andere Schmerzen haben wir doch sowieso schon genug, oder? Für die Betroffenen und die Unternehmer, deren Leute krank „feiern“ müssen: bitter … und teuer. Arbeitsplatz-Einrichtung und -Organisation sind wirklich wichtig! Spart Zeit und hält gesund. Das O-Büro bietet einen interessanten Workshop zum Thema an.